Gemeinderatssitzung 29.06.2020

Stellungnahme von Karin Vogt zu Punkt Nr. 4 der Tagesordnung - Sanierungsgebiet Zehnthof – Vorstellung des Planentwurfs
Grundsätzlich können wir uns von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vorstellen, auf der uns vorgelegten Planung in die Neuausrichtung entlang der Hauptstraße zu gehen. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es für uns jedoch noch erheblichen Diskussionsbedarf und so manchen Zweifel den wir gerne ausgeräumt hätten.

Jedoch das positive zuerst:
Wir finden es grundsätzlich gut und richtig entlang der Hauptstraße, von der Verwaltung auch als Ortsmitte bezeichnet, eine Neuausrichtung anzugehen. Ebenso finden wir an dieser Stelle eine Nachverdichtung richtig. Es ist der ideale Standort um nach zu verdichten – wenn nicht dort, wo dann!
Entsprechend des Grunderwerbs lässt sich eine sukzessive Erweiterung aufgrund der Gliederung in einzelne Baukörper mühelos umsetzen. Dies zeigt vorausschauende Planung und das ist gut so! Die Fassadengestaltung , mit den sich wiederholenden Fensterformaten, lockert die sonst oft eintönige Gestaltung von Gebäuden auf und passt sich, meines Erachtens, gut in die Umgebungsbebauung ein.
Um es aber auch deutlich zu sagen: Wir von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN finden es erschreckend wie wenig Grundlageninformationen, wie Gebäudeschnitten, Höhenangaben, die man nur mit der Lupe lesen kann oder fehlenden Ansichten der Umgebungsbebauung, wir im Vorfeld zur Meinungsbildung erhalten haben. Jetzt wurden die Informationen nachgeliefert. Etwas spät, wie wir meinen. Vor allem, da wir über die Zukunft einer so exponierten Stelle des Ortes entscheiden sollen. Wir werden das Ergebnis unserer Planung bis in die Ewigkeit vor Augen haben.
Wie eingangs erwähnt gibt es für uns noch einige Zweifel die bisher nicht befriedigend ausgeräumt werden konnten. Müssen es tatsächlich fünf Häuser sein oder reichen nicht vier Häuser auch? Im Moment kann man sich bei Betrachtung des Plans des Eindrucks nicht erwehren, wenn die Gebäude in Gänze fertig gestellt sind, sich vor einer Wand oder Mauer zu befinden.
Auch sind wir nicht unsicher, ob die Gebäude mit fünf Stockwerken nicht doch zu hoch sind. In der Umgebung finden sich Gebäude mit max. vier Stockwerke. Würden Gebäude mit drei bis max. vier Stockwerken nicht besser in die Umgebungsbebauung passen?
Auch im Hinblick auf die Jakobstraße könnten wir uns als Abschluss der Gebäudereihe durchaus max. ein viergeschossiges Gebäude vorstellen. Wir denken dies würde in der Abstufung zur Jakobstraße hin besser passen. Oder sollte vielleicht doch mehr Abstand hin zur Jakobstraße bleiben dadurch dass ein Gebäude mehr Platz zur Jakobstraße lässt?
Um uns die Kubatur, Höhe und Kompaktheit der Gebäude besser vorstellen zu können würden wir gerne ein sogenanntes Fadengerüst vorschlagen. Damit werden mit Luftballons an Schnüren die Gebäude nachgestellt.
Noch ein paar Worte zum Haus auf dem rückwärtigen Teil des Grundstücks. Die Verwaltung hat in der TA-Sitzung den Vorschlag gemacht, das Gebäude um ein Stockwerk zu reduzieren. Ist dies noch aktuell oder gibt es zu diesem Gebäude nun andere Vorschläge?

 

Für uns von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gibt es immer noch viele Fragen zu diesem Projekt und der Eindruck täuscht nicht, dass wir im Moment noch nicht so weit sind um eine Entscheidung zu treffen. Ich hoffe die Antworten finden wir zumindest heute im Laufe der Sitzung.